
Hinter FAT MANS WAR FACE verbirgt sich eine 4 Mann starke Hardcore / Death Armee aus Berlin, die kompromisslos alles zu Brei verarbeitet und mit “THE WHITE LIGHT” schon ihre zweite EP veröffentlicht, obwohl die Band erst seit April 2008 existiert.
Bislang sind mir FAT MANS WAR FACE noch nicht über den Weg gelaufen und somit war der erste Eindruck der 6 Track EP wirklich überraschend. Los geht es mit einem sehr ruhigen und emotionalen Intro mit cleanen Gitarren, die von Streichern begleitet werden. Das Intro baut sich von Takt zu Takt weiter auf und begleitet den Zuhörer gekonnt in den ersten Dampfhammer-Moshpart. Das Berliner Quartett bietet alles, was dem modernen Hardcore / Metalcore / Deathcore Kid gefällt. Es gibt übelst dicke Breakdowns, fixe Blastbeats,entspannte Danceparts, coole Hardcore Crewshouts und immer wieder eine nette Überraschung. Sehr lobenswert ist, dass auf nerviges Bree-Gegrunze (bis auf eine kurze, noch erträgliche Ausnahme) verzichtet wurde. In Sachen Abwechslung haben sich FAT MANS WAR FACE auch einiges einfallen damit “THE WHITE LIGHT” nicht schon nach dem ersten Durchlauf langweilig oder erzwungen wirkt. FAT MANS WAR FACE fördern eine unglaubliche Spielfreude ans Tageslicht, dass einem Hören und Sehen vergeht. Abgerundet wird die EP durch einen sehr guten klaren und druckvollen Sound, der nicht nach Krankenhaus klingt und keine Wünsche offen lässt.
“THE WHITE LIGHT” ist eine kleine Scheibe, die über die komplette Spielzeit von 25 Minuten überzeugt und einen bei Laune hält. Die Songs sind brutal, aber bleiben in den Gehörgängen hängen. Man kann nur hoffen, dass FAT MANS WAR FACE ihrem eingeschlagenen Weg treu bleiben und sich einen Namen in der Szene erkämpfen können. Sie stechen auf alle Fälle aus dem überfüllten Deathcore / Brutal-Tech-Death Metal / Metalcore Sumpf heraus.

Für eine dicke Hardcore meets Deathcore Abrissbirne, die ohne Peinlichkeiten auskommt, gibt es >>>>>>
FAT MANS WAR FACE
03.04.2009
4,5 | 6
THE WHITE LIGHT